„Raumkörper – Figur“
Hochschule Darmstadt - Metall
Man meint, die Anspannung der Muskeln sehen zu können und doch sind die Körper zugleich durchscheinend, porös. Aus feinem Maschendraht haben Architekturstudenten der Hochschule Darmstadt Torsi und komplette Körper geformt. Die stehenden, sitzenden und liegenden Körper sind jetzt in der galerie gARTenhaus ausgestellt. Die Initiative, zwei Semester lang räumliche Körper aus Maschendraht zu entwickeln, geht auf Gearóid O'Callaghan, Marvin Philipp und Bahadir Özbek zurück. Dass Gudrun Cornford als Lehrbeauftragte für Plastisches Gestalten bereits seit Jahren mit Maschendraht experimentiert, brachte das Trio auf die Idee, sich selbst intensiv mit dem Material und seinen Form und Raum bildenden Eigenschaften zu beschäftigen.

»Ansonsten wird an der Hochschule viel mit Ton gearbeitet, aus dem kleinere Figuren entstehen. Mit dem Maschendraht zu arbeiten ist was ganz anderes und ermöglichte außerdem größere Figuren herzustellen«, sagt Bahadir Özbek, der mittlerweile im elften Semester Architektur studiert. Aber die Arbeit mit dem Maschendraht war auch eine Umstellung: Auf sein Handgefühl kann man sich nicht mehr verlassen, weil man mit Handschuhen, Drahtschere und Zangen arbeiten muss. »Doch sobald man merkt, wie sich ein Körper entwickelt, macht das total Spaß«, betont er.

Der Lerneffekt für die Studenten liegt in der Wahrnehmung von und dem Umgang mit Proportionen. »Dazu kommt die Aussteifung des biegsamen Materials über das Dreipunkte-System, das jeder Architekturstudent kennen muss«, erklärt Gudrun Cornford.

Künstler:
Aldina Halicic, Bahadir Özbeck, Gearóid O`Callaghan, Jana Roth, Karina Wick, Katharina Simmermacher, Lukas Eugler, Marvin Phillip, Niurta Alkan, Sesanne Herbeck und Gudrun Cornford.



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